Die Wallfahrtskirche Mariahilf zählt zu den fünf Marienheiligtümern, die in der westlichen Oberpfalz in dichter zeitlicher und räumlicher Folge als barocke Kirchenbauten entstanden sind:
- Trautmannshofen (Mariae Namen) 1655/91
- Freystadt (Mariae Himmelfahrt) 1700-1710
- Amberg (Mariae Heimsuchung) 1697/1717
- Neumarkt (Mariae Verkündigung) 1718/27
- Habsberg (Maria, Heil der Kranken) 1760-69
Die Neumarkter Marienkirche steht entstehungsgeschichtlich an vorletzter Stelle. Ihre Bauausführungen wurde ebenso wie in Amberg allein von den Bürgern einer Stadt getragen.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem eine kleine Grabkapelle mit Kreuzweg erbaut. 1687 folgte in der Nähe eine hölzerne Marienkapelle. Man stellte darin eine Kopie des um 1500 entstandenen berühmten Marienbildes von Lucas Cranach dem Älteren zur Verehrung auf. Die Pilgerscharen, die zu der Holzkapelle kamen, wuchsen. Deshalb fasste der Rat der Stadt Neumarkt den Entschluss, in den Zeiten der Türkengefahr den Bau einer festen Kirche, zu genehmigen deren Einweihung am 11. Februar 1725 stattfand. Die pastorale Betreuung der Wallfahrer wurde den Kapuzinern anvertraut. Nachdem 1802 im Rahmen der Säkularisation in Bayern die Kapuziner Neumarkt verlassen mussten, war die Wallfahrt verwaist. 1907 ließen sich die Karmeliten neben der Kirche nieder. Heute betreuen die Redemptoristen die Wallfahrt.
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